Leinen los - Die große Ostseereise - Teil 8: Stockholm


Hej Sweden :)
Genau, heute Nacht haben wir Schweden erreicht und unser heutiges Ziel heißt Stockholm. 

Stockholm ist eine wunderschöne Stadt, bestehend aus 14 Inseln und nicht nur am Meer sondern auch am sehr schönen Mälarsee gelegen.
Seit Tallinn stellen wir fest, dass die Tage sehr lang sind. Wir sind ja über Mittsommer hinaus, somit gibt es keine ganz hellen Nächte mehr, aber die Dämmerung hält sehr lange an und es wird erst sehr spät dunkel.
In den sehr frühen Morgenstunden haben wir den Schärengarten von Stockholm erreicht. Wir wachen auf, weil irgendwas anders ist... das Schiff ist komplett ruhig, kein Ruckeln, kein Schaukeln, völlige Stille. Ein Blick aus dem Fenster und wir wissen warum.
Leise und langsam sucht sich unser Schiff seinen Weg durch den Schärengarten und immer wieder genießen wir die Aussicht auf diese tolle Landschaft. Die Stille und die Landschaft sind einzigartig.




Die Viking Line bei der Ausfahrt. Ist das etwa die Fähre, der wir gestern in Helsinki beim Beladen zugesehen haben?

Wir stärken uns am Frühstücksbuffet für einen anstrengenden Tag. Für Stockholm haben wir einen Ganztagesausflug gebucht, der heute auch wirklich den ganzen Tag. Vom Anlegen bis zum Ablegen werden wir unterwegs sein und die Stadt entdecken. Uns erwartet viel und das bei allerbestem Wetter - Sonne pur und 23 Grad, besser gehts nicht.
Es geht auch sehr pünktlich los. Unser Reiseleiter Nikolaus nimmt uns in Empfang und sobald unser Bus voll belegt ist, fahren wir los.
Nikolaus ist Deutscher und seit vielen Jahren in Stockholm beheimatet. Er erzählt uns ununterbrochen von Schweden und vor allem von Stockholm, ist dabei sehr sympathisch und der Ausflug macht Spaß bis zur letzten Minute.
Unser erstes Ziel ist ein kurzer Fotostopp an einem Aussichtsspunkt.




So, weiter gehts, zum Vasa-Museum.
Die Vasa war ein schwedisches Kriegsschiff. Keines, was Heldentaten vollbracht hat, nein, die Vasa sank bei ihrer Jungfernfahrt nach nur 1300 Metern aufgrund von Instabilität.


Die Sensation an dem Schiff ist, dass es mit einem unglaublichen Aufwand nahezu unbeschädigt geborgen werden und bis heute erhalten werden konnte. Und es ist einfach sehenswert. Mit vielen Erklärungen lotst Nikolaus uns sicher und zeitsparend durch das Museum, so daß wir nach einer Stunde wieder im Bus sitzen und weiterfahren.


Stockholm hat so viele Museen zu bieten, dass selbst ich Museumsmuffel schwach werde. Ins Vasa-Museum würde ich nochmal gehen, mit mehr Zeit und auch das ABBA-Museum ist sehr interessant.


Wir fahren viel, bekommen wahnsinnig viel zu sehen und zu hören, müssen aber leider auch viele Bilder aus dem fahrenden Bus heraus machen, deshalb lässt hier die Qualität zu wünschen übrig. Aber der Tag war es echt wert.



Nach ca. einer Stunde Stadtrundfahrt erreichen wir das Stadshuset - das Rathaus. Hier ist die Stadtregierung untergebracht, das Stadshuset liegt direkt am Mälarsee.



Samstags finden hier Trauungen am Fließband statt - bis zu 70 Paare werden hier an einem Tag getraut. Und dementsprechend ist hier was los. Eine Festgesellschaft nach der anderen betritt den Innenhof, ein Hochzeitsgewusel wie man es noch nicht gesehen hat.

Auch hier führt uns Nikolaus interessant und zügig durch. Im blauen Saal (der nicht blau ist...) des Stadshusets finden die jährlichen Nobelpreisverleihungen statt. Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass die breite Treppe genau die ist, von der die Gäste in den Saal hineinschreiten.




Für uns geht nun die Busfahrt weiter.
Wieder durchqueren wir verschiedene Stadtteile Stockholms, bis wir schließlich am Königspalast ankommen. Von hier geht es in die Gamla Stan, in die Altstadt, wo wir knapp 1,5 Stunden Freizeit haben.







Wir nutzen die Gelegenheit und suchen uns in einer winzigen Seitengasse ein uriges Kaffee, wo wir erst mal Fika (=gemütliche Kaffeepause) machen. Fika wird in Schweden großgeschrieben, denn wenn die Schweden eins können, dann ist das Kaffee trinken. Schweden hat den größten Kaffeekonsum weltweit - und wir sprechen hier von ganz herkömmlichem Filterkaffee, der sehr stark zubereitet wird.

Den Kaffee haben wir auch ruckzuck vor uns stehen, dazu gibts zwei herrlich warme Zimtschnecken. Lecker!
Nach der Freizeit treffen wir uns am Palast wieder, denn da gehts jetzt hinein. Auch hier führt uns unser Reiseleiter selbst durch und hat allerdings seine liebe Not, uns zur Zügigkeit zu verhelfen. Die Gruppe wird mit Gucken kaum fertig, es gibt einiges zu sehen.









Eine Besonderheit im Palast: in jedem Raum gibt es prächtige Tischuhren, für die eigens ein Angestellter zuständig ist und diese täglich mehrmals aufzieht.



Nach Ende der Führung ist eigentlich auch unser Ausflug zu Ende und wir nähern uns der 17.00 Uhr-Marke, zu der es heißt: Alle Mann zurück an Bord. Doch Nikolaus hat die Ruhe weg. Ihm fällt ein, dass wir eine der 14 Inseln noch nicht gesehen haben (er hat den Busfahrer über den Tag hinweg wirklich alle Inseln abfahren lassen) und das holen wir noch nach. Immer mit der Uhr im Blick, versteht sich von selbst und so kommt es, dass wir um Punkt 17.00 Uhr am Schiff stehen und uns von Stockholm verabschieden.
Den Abend verbringen wir wie immer, nur dass es uns heute immer wieder nach draußen zieht, später auch mit Decken, weil wir der Schärenausfahrt zuschauen, die ca. 5 Stunden dauert. Und das ist ein absolutes Highlight.
Wir dachten auch, die Inselbewohner müssen doch tierisch genervt sein von so einem riesigen Schiff. Aber wir gleiten wieder völlig lautlos durch den Schärengarten, nichtmal Musik gibts vom Pooldeck zu hören - nur zu Beginn natürlich "Große Freiheit" von Unheilig, das Ausflauflied. Die Anwohner stehen parat und winken uns zu, das ist echt genial.










Jetzt reicht es uns für heute, wir sind völlig platt. Morgen steht noch mal ein schwedischer Hafen auf dem Programm, doch dann gibt es wieder einen Erholungstag auf See. Bis bald... :)











































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